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Umwelteinflüsse wirken bereits beim ungeborenem Welpen

Das erste Glied in der Kette der Wesens- bzw. individuellen Verhaltensentwicklung eines jeden Hundes ist und bliebt nun einmal der Züchter oder der Besitzer einer trächtigen Hündin. Die Entwicklung des neuen Lebewesens ist ein biochemischer Prozeß, bei dem eine rege Wechselwirkung zwischen dem Individuum und der Umwelt besteht. Embryonale Entwicklungsstörungen z.B. haben einen nicht unerheblichen Anteil an später festgestellten Mängel und Krankheiten des Hundes, die oftmals ungeprüft und fälschlicherweise dem Erbgut zugesprochen werden, obwohl sie ihren Ursprung in den äußeren Einflüssen finden. Nur eine vollkommene körperliche Entwickung ist die Voraussetzung für Lernvermögen und Sozialverhalten. Die sachgenäße Betreuung und Versorgung, die Pflege und Ernährung der Mutterhündin sind eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung der Welpen Unsachgemäße  Ernährung, Überbeanspruchung, besonderer zusätzlicher Stress, Krankeheiten und Konstitutionsmängel oder hormonale Beeinflussung im Leben des Muttertieres, wie  das so gedankenlos praktizierte"Wegspritzen der läufigkeiten" können bereits negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Embryonen haben. Die physischen Voraussetzungen sind eng mit der psychischen Entwicklung der Welpen verknüpft. Die phsyische Verfassung  der Mutterhündin spielt eine wesentliche Rolle. ein ungünstiges Temperamet der Mutter wirkt sich nachteilig auf die Welpen aus, denn die Brutpflege bedingt einen direkten Kontakt zwischen Mutter und Kindern und hat neben der Ernährung, dem Beschützen und Reinigen auch das Unterrichten zur Aufgabe. Die Entwicklung der Welpen nach der Geburt verläuft in festabgegrenzten Zeitabschnitten, die sich wie folgt einteilen: In den ersten zwei Wochen nach der Geburt sind die Welpen auf Grund ihrer physichen Entwicklung noch nicht in der Lage zu lernen. Sie sind blind und taub und ohne Riechvermögen.Das Gehirn und die Sinne sind noch nicht voll entwickelt und es gibt keinerlei rassebedingte Unterschiede. Alles was in diesem Alter abläuft, sind angeborene Verhaltensprogramme, die durch bestimmte Reitzmuster ausgelöst werden z. B. Saugen. Ab der dritten Lebenswoche beginnt die Übergangsphase mit dem Öffenen der Augen. Die Welpen beginnen aktiv auf Umweltreize zu ragieren. Sie sind jetzt umweltempfänglich und auch umweltempfindlich, beginnen das Nest zuverlassen und erste spielerische Kontakte untereinander können durch die verbesserten Sinnesleistungen vollzogen werden. Welpen sind aber noch immer nicht in der Lage zu lernen.

 

Erst mit Beginn der vierten Lebenswoche setzt eine dramitische Entwicklung ein, die spätetstens seit den Veröffentlichungen von Scott und Fuller jedem Verantwortlichem für die Hundezucht als Grundwissen bekannt sein sollte:

Die Sozialisierungsphase.

Vorausschickend nocheinmal die nachhaltige Feststellung: Alles was der Hund in dieser zeitlich sehr begrenzten sensiblen Phase noch nicht kennen gelernt und - oder noch nicht erlernt, kann zur keiner Zeit wieder nachgeholt werden. Anders ausgedrückt: "Ein Hund kann ruiniert werden, wenn er in falscher Weise sozialisiert wird"

Auch Zuchtvereine haben Nachholbedarf

Weshalb heute noch immer Züchter und auch Zuchtverbände oder Rasse-Clubs durch die Ignoranz die Wichtigkeit der Sozialisierung von Hundewelpen unterschätzen, bleibt ein großes Rätsel. Wenn die  Sozialisierunsphase als die bedeutentste Phase der Entwicklung von Sozialverhalten begriffen würde, hätten sich Verantwortliche seit langem gänzlich und vollkommen darauf einstellen müssen. Defacto sind es nur wenige Züchter, auch wir, die sich entsprechend der Forschungsergebnisse bemühen, auf das Sozialverhalten der Hunde Einfluss zu nehmen und müssen sich in den meisten Fällen auch noch ungerechtfertigten  Anschuldigungen und Beschipfungen aussetzen, weil sie z.B. der Empfehlung folgen und ihre Welpen in dem psyschologisch sinnvollsten Alter abgeben und deshalb Probleme mit ihrem Zuchtverein in Kauf nehmen. Noch immer gild nämlich in vielen zuchtbedeutenten Clubs die Anschicht, Welpen dürfen erst mit 10 oder 12 Wochen abgegeben werden. Züchter, die ihre Welpen früher, in der 8 Woche abgeben umplatziern gelten als" gewinnsüchtig", oder aber sie riskieren in manchen Fällen sogar ihren Kragen, weil bisweilen Zuchtbestimmungen und Formalitäten innerhalb der Clubs gerade zu" Zuchtvergehen" provozieren.

Um das hier nocheinmal deutlich zu machen, die Entwicklung von Hundewelpen bezüglich des Sozialverhaltens ist in den Grundzügen bei allen Hunden und Rassen gleich. Wenn Züchter oder Vereine einwenden, das die Welpen der Rasse X oderY in einem Alter von 8 Wochen noch nicht in der Lage sind, selbstständig zu fressen, dann sind diese rassebedingten Unterschiede degenerative Folgen, die hier nicht relevant sind. Wir haben wie viele andere Berner Liebhaber, die Erfahrung gemacht, dass die Welpen meist nach der vierten Lebenswoche selbstständig fressen. Es kostet eben Mühe und Zeit ihnen dieses beizubringen. Nähern wir uns jetzt dem eigentlichem Thema der Sozialisation und des Einflusses auf das Verhalten, in dem zunächst darauf hingewiesen werden muss, das zwar die Gesundheit eines Hundes wichtig ist, aber bei weitem nicht alles. Jeder körperliche Mangel, Schönheitsfehler ohnhin, kann akzeptiert werden, Wesens- und Charaktermängel sind niemals zu entschuldigen. Der Gard ist im Gegensatz zu Krankheiten nicht messbar und die Ursache ist nicht einwandfrei zu belegen. Wer ist also schuld, wenn ein Hund schwer oder kaum erziehbar ist, wenn er ein ängstliches oder agressives als nicht soziales Verhalten zeigt?

Zu der ohnehin großen Verantwortung des Züchter kommt die Bedeutenste hinzu, weil die wichtige Entscheidung, wie ein Hund einmal sein wird, wie er sich später einmal verhalten wird, wie er Situationen meisten kann und welche Aufgaben wie gut erfüllen kann, hängt von dem Verlauf der ersten Wochen in seinem Leben ab.. Damit nicht genug: bei gleichen genetischer Anlage( Erbmasse) können Hunde, wenn sie unter verschiedenen Bedingungen aufgezogen werden sich völlig gegenteilig entwickeln. Zu guter Letzt: bei der Auswahl der Zuchtpartner die eine künstliche Selektion nach menschlichem Geschmack darstellt, kommen unter Umständen bereits Hunde mit nicht sozialem Verhalten zur Reproduktion, die unter natürlichen Bedingungen keinelei Überlebschancen hätten. Die soziale Entwicklung beginnt mit der dritten Lebenswoche und ist ist bereits mit der Zwölften abgeschlossen

 

Der Bernerhof | Bernerhof@t-online.de